Sampling und Mixing – die digitalen Kunstwelten des Detlef Lieffertz

 

Ein Text von Michael Hametner

Hat der Mann eine Phantasie!, möchte man ausrufen, weil man sieht: Die Arbeiten von Detlef Lieffertz bestechen durch überbordende Bilderfindungen. Sie bieten unseren Augen mehr an, als sie im Moment fassen können. Reizüberflutung ist eines ihrer Prinzipien. Lieffertz Kunst ist die Rekombination vorhandener Bilder. Er schafft Codes neuer Kulturtechniken. Seine Methode ist das Sampling und Mixing von Bildmaterial aus der Kunstgeschichte. Sein Programm, dem er in dieser expliziten Form seit knapp dreißig Jahren folgt, ist angekoppelt an eine Hauptströmung von Kunst, Architektur und Politik in der Gegenwart: an die Postmoderne. Die Postmoderne ist eben nicht nur das, was nach der Moderne kommt, sondern die künstlerisch-politisch-wissenschaftliche Äußerungsweise seit Abwesenheit des autonomen Subjekts. - Ich will nicht mit solchen hochgestochenen Deutungsversuchen den spontanen Zugang zu Lieffertz Bildern versperren, zumal der Künstler selbst keinesfalls in diesem programmatischen Verständnis arbeitet. Er ist alles andere als ein Künstler nach Konzept.

 

Womit er offen und frei umgeht – das hat man schon über seine ersten Bilder gesagt – ist der Begriff Pop-Art. Aber Pop-Art ist eine Variante der Postmoderne. - Wenn ich das Kunst-Ideologische aus dem Spiel lasse, was ich gern möchte, dann bleibt mir als zentraler Reizpunkt seiner Kunst das Visuelle. In der Farbe mutig und intensiv, in der Form verspielt und phantastisch. Will ich als Betrachter das Visuelle, werde ich bei den Bildern von Detlef Lieffertz fündig. Was meine Neugier an seinen optischen Erfindungen weckt und mich in die Welt seiner Phantasie hineinzieht, ist seine Kunst des Bauens von Bildern aus Bildern. Dies zu sehen und daran Freude zu empfinden, dafür möchte ich sie als Betrachter gewinnen.

 

Bei Lieffertz liegen zwei Herangehensweisen an sein künstlerisches Arbeiten übereinander: die beide bis heute eine direkte Verbindung zu seiner Ausbildung an der HGB besitzen, die er mit einem Doppel-Diplom abschloss: in Gebrauchsgrafik und Malerei. Nach vierzig Jahren künstlerischer Praxis sind es heute: das eminent Spielerische seines Arbeitens und der Sinn für das Plakative. Hat er seine Bildvorlagen auf dem Display beginnt er mit ihnen zu spielen: dieses über jenes, jenes beschnitten, dieses vergrößtert, in die Fläche getrieben oder in die Tiefe, gerastert und gefedert. Komponiert am Ende stärker nach visuellen Wirkungen als nach inhaltlich-thematischen. Folgen Sie, meine Damen und Herren, dem Künstler als Spieler. Jeder Künstler ist eine Spieler, der eine mehr, der andere weniger. Lieffertz mehr. Suchen Sie nicht zuerst die Bildtitel als Zugänge zu seinen Arbeiten, sondern folgen Sie Ihren eigenen Assoziationen.

 

Detleff Lieffertz ist Jahrgang 1949. Geboren in Leipzig als Sohn eines Malermeisters, Inhaber eines Malergeschäfts, der auf dieses Feld (aus Mangel an Selbstvertrauen?) ausgewichen ist, obschon er beachtliche Fähigkeiten als Kunstmaler hatte und diese auch einsetzte. Im Zorn über die verhinderte Ausführung eines Entwurfs (es handelte sich übrigens um ein Werbe-Bild auf einer Hauswand) schloß er 1953 sein Atelier ab, holte seinen Meisterbrief als Malermeister aus der Tasche und wechselte die Seiten: von frei zu angewandt. Im Wohnhaus von Lieffertz in Beedeln hängen einige Bilder seines Vaters. Der Sohn folgte dem Wechselspiel des Vaters in umgekehrter Abfolge: erst das Handwerk, dann die Kunst. Zuerst, das war von 1973 bis 1977, absolvierte er eine Lehre als Dekorationsmaler und schloss den Abschluss als Meister des Malerhandwerks daran an. Aber wie beim Vater gab es daneben das geheime Reich der eigenen Kunstausübung. Bemerkenswert diese Übereinstimmung! Offensichtlich drückte die Kunst beim Sohn stärker durch, denn 1978 bewarb er sich an der HGB zum Studium für Malerei und Grafik. Seine Lehrer wurden Hartwig Ebersbach und Heinz Wagner. Als er 1983 das Studium mit dem Diplom beendete, nahm er die Einflüsse beider in seine Kunst mit. Das wilde, expressive Verhältnis zur Farbe und die pointierte Sprache des Plakats. Eine völlig überraschende Mischung: die kühne Farbexplosion und die pointierte Form.

 

Was in den ersten Jahren nach seinem Diplom entstand, war eine sehr farbintensive Variante der Popart. Lieffertz erklärt sein intensives Verhältnis zur Farbe auch damit, dass er mit ihr für seine Bilder gewinnen will. Die Farbe als Angriff auf das rarae Gut der Aufmerksamkeit des Betrachters.

 

Ich kaufte Mitte der 80er Jahre von ihm das 1983 entstandene Bild „Jugendstil“. Es zeigt in einem Jugendstil-Rahmen zwei Punker-Köpfe. Den jungen Mann links en face, die Frau (durch eine Holzleiste im Rahmen mittig von ihrem Partner getrennt) im Profil. Dabei kommt ihr Irokesen-Kamm aufs Schönste zur Geltung. Mich begeisterte das Bild, weil es die in der DDR ausgegrenzten Punker wenigstens im Bild in die Öffentlichkeit holte. Außerdem zog mich die Ausführung an, für die er am wenigsten den Pinsel benutzt hatte, sondern vor allem die Spritzpistole. Seine Variante von Pop-Art – deshalb SEINE Variante, weil sie sich immer hingezogen fühlte zum Phantastischen Realismus der großen Wiener wie Rudolf Wiener Hausner und Ernst Fuchs.

 

Die Eigenart seiner Bildsprache war aber nicht allein von diesen Namen geprägt, sondern auch vom handwerklichen Neurergeist, der Lieffertz immer vorantrieb: als in den 80ern noch nicht an digitale Bildverfahren zu denken war, arbeitete er mit Schablone und Spitzpistole.

 

Ab Mitte der 80er Jahre wurde der angewandte Bereich der Kunst für ihn das Hauptfeld seines Arbeitens. Es entstand die Zusammenarbeit mit dem HGB-Absolventen und Maler Heinz-Jürgen Böhme. Mit Böhme realisierte er zahlreiche Projekt im Stadtraum von Leipzig. In dieser Zeit entstand erstmals die Idee, den im städtischen Bereich fast überall überbauten Fluß Pleiße ans Licht zu holen. Lieffertz und Böhme schufen damals dank des einen oder anderen Gleichgesinnten in den Ämtern und im Grassi-Museum Besseres, als in der DDR allgemein möglich war. Richtig durchstarten konnten sie erst nach dem Ende der DDR. Zusammen mit Angela Wandelt, Bernd Sikora und Peter Guth kam es 1990 zur Gründung des STADT-KULTUR-PROJEKTs in Leipzig. Aus der Idee, in der Mitte der Stadt den Fluß freizulegen, wurde die Aktion "Pleiße ans Licht" und die Anregung des Projekts NEUE UFER zur Revitalisierung Leipziger Flüsse. Lieffertz sah seine Vorstellungen von der Ästhetik urbaner Räume herausgefordert und engagierte sich in verschiedenen Projekten für Stadtentwicklung und Stadtkultur, wurde Mitglied im Deutschen Werkbund Sachsen, bei PRO Leipzig e.V. und im Förderverein NEUE UFER Leipzig e.V. - In diesen Jahren verlor ich ihn als Maler aus dem Blick.

 

Ab den 90 er Jahren hießen seine Arbeitsschwerpunkte:  Ausstellungs- und Vitrinengestaltung, Kunst am Bau und im öffentlichen Raum, Gestaltung von Plakaten, Malerei, Plastik, Collagen. In Leipzig ist sein Name vor allem verbunden mit der künstlerischen Ausgestaltung der Passage in Specks-Hof und mit dem Gesamtkonzept in Idee und Ausführung fürs Grassi-Museum. - Aber – er hat es mir ausdrücklich bestätigt – es entstand in diesen Jahren auch freie Kunst. „Tröpfchenweise“, wie er sagt, denn seine Art der Kunstausübung braucht Zeit und über sie verfügte er durch die neuen Arbeitsschwerpunkte weniger.

 

Gleichzeitig hörte die Arbeit im Atelier nicht auf. Außer dem frühen Bild „Jugendstil“ aus dem Diplomjahr 1983 habe ich ein Selbstporträt vor Augen, darauf ist er mit halbschräger Kopfhaltung zu sehen, Auf den Kopf sind geometrische Grundformen projiziert: Dreieck, Kugel, Pyramide, Würfel. Das in surrealer Bildsprache formulierte Werk nannte er „selbst über architektur nachdenkend“. Ebenfalls 1983 entstand für einen Jugendclub das Wandbild „Begegnung“: multiperspektivisch, das in knalligen Farben ausgeführte Sujet vom Bahnradsport. Es war sei eigener Sport gewesen. Oder – ein drittes Bild aus meinem Kopfarchiv – das dreiteilige Querformat „Ausblick“ von 1986: links die Figur des mit Rennanzug und Brille verpuppten Fahrers, daneben in bester Rudolf-Hausner-Art der Wiener Phantasten zwei Fensterblicke.

 

Lieffertz war von Anfang nicht eindeutig festzulegen: seine Adaption der Pop-Kunst mischte er mit surrealen Versatzstücken nach Art der Phantasten. Er bediente sich in der Kunstgeschichte bei allem, was er brauchen konnte. So versteht sich das Programm der Postmoderne. Sampeln, mixen, re-kombinieren. Der Künstler bekennt, dass Vorgefundenes seine Kreativität anregt. Plötzlich erreicht er einen Punkt der Freiheit und treibt mit den Bildzitaten ein tagelanges Spiel. Es endet manchmal erst nach Wochen, wenn der Künstler eine neue Ordnung gefunden hat. Dann ist er in seinen Bildkosmos eingetreten. Wie lässt sich dieser Lieffertsche Bildkosmos beschreiben? Warum sehen seine Bilder so aus, wie sie aussehen? Woher kommt seine Bildsprache? 

 

Natürlich entsteht Bildsprache als Folge von Verwirbelung persönlicher und beruflicher Biografien, von Traditionen und von zur Gegenwart gehörenden Kulturtechniken, Sehgewohnheiten und Kunstmarktentwicklungen. Natürlich entsteht Bildsprache aus der Technik des künstlerischen Arbeitens. Der kleine Rest an Freiheit, der bleibt, sind Eigensinn und Zufall.  

 

Detlef Lieffertz hat sich bereits zu Beginn seines künstlerischen Arbeitens eine entscheidende Frage gestellt: Warum bin ich zur realistischen Wiedergebe des Gesehenen verpflichtet? Ich bin es nicht, sagte er sich, und öffnete sich in der Methode Bildzitat und Collage und im Stil dem Phantastischen. So war er bereits vor seinem HGB-Studium vorgegangen. Eines seiner frühesten Bilder zeigt ein großes rotes Ohr, das von einer Kugel bedrängt wird. Oft stellt sich später der Anfang als Quelle all dessen heraus, was folgt. Der erste Roman schließt bereits das weitere Werk ein, sagt man. Mit dem ersten Bild mag es sich ähnlich verhalten. Ein Stil zeigt sich.

 

In seinen Jahren als einer der Protagonisten für Kunst am Bau in Leipzig hat er sich in das Bildbauen eingeübt. Er nennt die Arbeiten, die entstehen, „Digigraphie“. Eine parallele Wortbildung zu Lithographie, die den digitalen Anteil ausweist. Der Anfang, sagt er, war ein Zufall. Kurz nach dem Jahr Null der deutschen Einheit sollte irgendwo in einem Leipziger Büro ein Drucker ausrangiert werden. Lieffertz wurde der Empfänger des Geschenks. Das war ähnlich seiner Bekanntschaft mit der Spritzpistole zehn Jahre zuvor – das Geschenk einer Retuscheurin an ihn. Jetzt der Drucker. Technische Veränderungen und Umstellungen sind in der Bildenden Kunst oft das Einzige, was die Bildsprache wirklich verändert. An Bildthemen und Sujets ist wahrscheinlich alles schon mal dagewesen. Mit dem Drucker wurde es ihm möglich, collagierte Bildvorlagen auf Papier zu drucken oder auf Leinwand. Dieses Verfahren ist nicht unähnlich der Technik des großen Genius der Pop-Art Andy Warhol. Der arbeitete anfangs mit dem Siebdruck und ging dann zur Fotovorlage über, die er auf Leinwand oder Papier übertrug. Ähnlich macht es Lieffertz. Allerdings verwendet er nicht wie Warhol ein einzelnes Foto, sondern stellt in einem langwierigen Prozess eine Collage aus Zeitschriften-Fotos und graphischen Vorlagen her, die er in Kunstbänden findet. Er verwurstet selbst Bildmaterial aus der Werbung. Alles, was ihm an Bildträgern in die Finger kommt und Eignung verspricht, kann einen Bild-Anschub auslösen.

 

Der Künstler ist ein raffinierter Baumeister seiner eigenen Bildwelt. In höchster kalkulierter Strategie entstehen seine Bildvorlagen für den digitalen Druckvorgang. Aber er ist kein Webdesigner, sondern Künstler. Der Strenge des kalkulierten Bilds weiß er sich zu entziehen durch malerische Hinzufügungen und durch ganz bewusstes Einsetzen des Zufalls. Gegen die Glätte des Zitats setzt er oft Linien und Rasterungen. Gegen die Logik der Farben setzt er manchmal die Umkehrung der Farben. Viele seiner Bilder sind Übermalungen dessen, was er selbst collagiert und digital gedruckt hat. Lieffertz rechnet mit dem Zufall. Er darf immer mitspielen, wenn es gegen das technisch Kalkulierte geht. Der Zufall macht es, dass jede Digigraphie von ihm ein Unikate ist. Kein Blatt gleicht dem anderen.

 

Ich mag seine Bilder, weil ich seine Art der Phantastik mag. Nach dem bleischweren Sozialistischen Realismus, den er ohnehin an sich vorbeiziehen ließ, wechselte Lieffertz um so lieber zum phantastischen Realismus. Mir öffnet sein phantastischer Blick Türen in unbekannte Räumen. Er täuscht keine globale Utopie vor, sondern „begnügt“ sich mit einer visuellen Utopie. Statt neuer Kunstideologie zählt für Lieffertz das ästhetische Resultat. Er spricht – wie es sich für einen Bildenden Künstler gehört - in Bildern.

 

Was mixt und sampelt er? Er blickt bevorzugt unter die Haut in das Innere des Körpers. Der Künstler als Anatom, das ist seine Lieblingsrolle. Er kennt sein Herz in allen Ansichten als Röntgenbild. Das Herz ist nach seiner großen Herzoperation eine Hauptmetapher geworden. Seitdem denkt er anders über die Endlichkeit des Lebens und hält auf seinen Bildern oft dem Knochenmann einen Platz frei. Aber er sympathisiert zugleich mit den antiken Kraftmenschen, den Körper-Idealen dieser Zeit. Sie stammen zum großen Teil von Hendrick Goltzius, einem Kupferstecher und Grafikverleger aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhhunderts. Das ist Stil und Vollendung – wunderbarer Manierismus. Solche Muskeln stehen inzwischen wieder hoch im Kurs. Lieffertz nimmt verschiedene Schönheitsideale in seine Bildwelt auf. Ob die manieristischen Goltzius-Figuren, ob die Barby-Ikone oder Marilyn Monroe in klassischer Pose. Dem Tod schließt sich als Thema die Liebe an. Die Liebe immer mit einem kleinen Haken: schon die Schönheitsideale gehen auf seinen Bildern nicht durch, ohne von anderen Formen und Flächen kommentiert, durchstochen, gestürzt zu werden, wie auf den beiden Großformaten mit dem Titel „Kain und Abel“. - Auf dem Diptychon „Appel und Ei“ sehen wir links das Weibliche: der Paradies-Apfel nur noch ein Griebs, rechts das Gegenstück: die als Spiegelei gebratene Männlichkeit. Der Überfülle hat Lieffertz mit einer monochromen Farbfläche im Hintergrund entgegengearbeitet.

 

Bei Lieffertz finden sie nach seinem tagelangem Spiel am Bildschirm den genauem Blick für die Komposition und das, was sie aushalten kann. Ja, er lockt den Betrachter mit Farben und phantastischen Formen, aber er versteht den Blick genau zu führen. Steigert den Bildausdruck und geht genauso in die Reduktion. Mal greift er zum Pinsel, setzt Farbflächen, geometrische Figuren zur Beruhigung der Gesamtkomposition ein, mal grobe Pinselstriche um das allzu Geometrische aufzubrechen. Das ist in der Kunst wie bei uns Menschen der Wechsel von Ein- und Ausatmen. Lieffertz beherrscht sein Handwerk virtuos. Folgen Sie als Betrachter seinem Spiel und nehmen seine gebauten Bilder wieder auseinander. Manchmal liegen bis zu fünf Bildschichten übereinander. - In einem Bild, einer Papierarbeit, von ihm sah ich einen Korb, üppig bestückt mit Obst und Gemüse. Nach längerem Hinschauen erkannte ich einen aufgebrochenen Brust- und Bauchraum. Den „Korb“ bildeten die Rippen, das Gemüse ergab sich aus den hyperrealistischen Formen der Eingeweide. Mit besonders nahe das Bild „Lady A.“, für das der Künstler ein Foto der Schrifstellerin Angela Krauß benutzt hat. Was hat er an alles über das Porträt gelegt, bis das Gesicht nur noch schemenhaft zu erkennen ist. Eine mir sehr einleuchtende Übersetzung der Literatur von Angela Krauß, die in ihren poetischen Bewegungen der Worte den einfachen Bildern ausweicht. Weil in jedem Sprachbild außer dem Gemeinten ihr Ich auftaucht.

 

Der Künstler schüttet über uns den Reiz des Visuellen aus. Vielleicht weiß er ganz genau, was er wie und warum miteinander gemixt und gesampelt hat. Denken wir an seine Übersetzung der Erfahrung von Endlichkeit, dann stecken auch persönliche Geschichten in den Bildern. Aber worauf er hinaus will, ist das Bilderlebnis aus Farbe und Phantastik. Keine messianischen Anstrengungen. Er will beim Betrachter Assoziationsketten anstoßen.

 

Wenn er als Bildermacher den Angeboten der Technik nachgeht (nachgeht, nicht nachgibt!), dann will er als Maler die Hoheit über seine digitale Bildwelt zurückgewinnen. Die Bilder dieser Ausstellung zeigen, dass es ihm auf staunenswerte Weise gelingt. Ihn reizt die Ästhetik des Zufalls: der Farbspritzer, der breite Pinselstrich, dem die Farbe ausgeht, die Unendlichkeit des Rasters, die Unschärfe, die Farbabweichung und vieles andere mehr. Er will das alles einsetzen gegen die kalkulierte Strategie der Digitaltechnik, auf die er sich eingelassen hat. Erst mit der Spritzpistole, dann mit dem Digitaldrucker – Lieffertz vertrat früh (und in ostdeutscher Umgebung als einer der Ersten) die Postmoderne im Gespür für eine neue Kulturtechnik. Es ist schön, dass wir heute hier im Weißen Haus in Markkleeberg sehen können, was über die Jahre daraus entstanden ist: ein eigener Bildkosmos.

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      Acryl auf Hartfaserpappe

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       mit H.J. Böhme und M. Küster

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      Einführung der Digigraphie im Atelier unterm Dach - der Künstler Detlef Lieffertz

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      2022 - Austellung Stadtgalerie Ahrweiler - Weißer Turm

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      Mit H.J. Böhme und M. Küster

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      Teil meines Diploms an der HGB

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      Mit Horst Gröschel

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      Lichthof 2

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      Acryl auf Hartfaserpappe

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      In der Hochschule für Grafik und Buchkunst

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      Acry auf Hartfaser, 100x200 cm

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      Acryl auf Hartfaserpappe 126x190cm

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      In der Hochschule für Grafik und Buchkunst.

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      Acryl auf Hartfaserpappe, 115x127cm

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      Plakat zur Ausstellung

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      Mischtechnik auf Leinwand

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      Medieninstallatioin Schnittstelle

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand

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      Mischtechnik auf Leinwand, 100x200 cm

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      Austellungsplakat

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       Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 130x90 cm

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      Auf dem Sachsenplatz, Reichsstraße - Ecke Brühl

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 130x90 cm

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      Videoinstallation, Schnittstelle

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 130x90 cm

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      Lichthof, Freirauminstallation - Feld Der Ehre

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, im Privatbesitz

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      Plakat der Eröffnung Daueraustellung-Grassimuseum Teil 1, Antike/Historismus

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 90x60 cm

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      Rundgang 1: Antike bis Historismus - Spätantike bis Mittelalter

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      Digigraphie auf Bütten  70x60cm

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      Rundgang 1: Antike bis Historismus - Piranesi-Saal

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      2020, Mischtechnik auf Leinwand

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 120x90 cm

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      Rundgang 1: Antike bis Historismus - Maiolica-Saal

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      Mischtechik, Öl auf Leinwand, 90x60 cm

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      Rundgang 2: Asiatische Kunst, Impuls für Europa - Eingang

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 130x90cm

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      Rundgang 2: Asiatische Kunst, Impuls für Europa - Japan

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      Rundgang 3: Jugendstil bis Gegenwart - Kunst ab 1900

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      Digigraphie auf Bütten, nach M. Klinger 157x111 cm

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      Rundgang  3: Jugendstil bis Gegenwart - Bauhaus Abteilung,

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       Rundgang 3: Jugendstil bis Gegenwart - Kunst ab 1945

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      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 820x500

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    • Description:

      Eingangsbereich

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    • ID:32
    • Description:

      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 1400x800

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    • ID:74
    • Description:

      Einrichtungsbeispiel 1

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    • ID:33
    • Description:

      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 1400x800

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    • ID:75
    • Description:

      Einrichtungsbeispiel 2

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    • ID:31
    • Description:

      Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 120x90 cm

    • Path:images/Bilder/Bildende_Kunst/_der_kundgeber.jpg
    • ID:76
    • Description:

      Einrichtungsbeispiel 3

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    • ID:38
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       Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 130x90 cm

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    • ID:64
    • Description:

      Plakat 

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    • ID:39
    • Description:

       Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 135x90 cm

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    • ID:58
    • Description:

      2020 - Plakat zur Ausstellung im Weißen Haus in Markleeberg

    • Path:images/Bilder/Ausstellungen/Plakat_Ausstellung_Lieffertz_grau.png
    • ID:72
    • Description:

      Roter Saal

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    • ID:22
    • Description:

      Goldsaal

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    • ID:40
    • Description:

       Mischtechnik, Öl auf Leinwand, 120x110cm

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    • ID:21
    • Description:

      Zu Georg Spalatin - Freiheit und Glaube 

    • Path:images/Bilder/Angewandte_Kunst/Dauerausstellung_StBartholomai_AltenburgGeorg_Spalatin-Freiheit_und_Glaube_2015__.jpg